Zitat des Tages

Personal development needs freedom

Each of us wants to become someone different. And it’s a good thing. It’s a natural human thing. …

And so, when it [the state] blocks, when it obstructs our freedom of action, it obstructs our ability to construct ourselves, to use our artisanal control over ourselves to become an artifactual person different than the one we are today.

Don Boudreaux

This profound insight originates from the discussion between Don Boudreaux and Russ Roberts about the great political economist James Buchanan on EconTalk.

The growing uneasiness and discomfort in view of a never ending lockdown and seemingly arbitrary restrictions on basic rights could have its roots right here: the prohibition of opportunities by the state to express oneself, to develop, to flourish as a human being.

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Frankreichs Dilemma im Sahel

Die NZZ berichtet in einem lesenswerten Artikel über den langjährigen französischen Auslandseinsatz im Sahel: „Frankreich hadert mit dem Einsatz gegen die Jihadisten im Sahel – doch ein Ende ist nicht in Sicht“. Im Teaser heißt es: 

Der Tod von fünf Soldaten im Sahel hat in Frankreich die Debatte über die Militäroperation «Barkhane» neu befeuert. Ein Strategiewechsel ist nicht ausgeschlossen. Doch die Franzosen haben sich in der Region in eine Zwickmühle manövriert.

Berichtet wird, dass es sich um einen Kleinkrieg ohne absehbares Ende handelt und die „Operation am Ende ihrer Möglichkeiten“ angelangt ist. Kurz: Die Franzosen gewinnen Gefechte und verlieren den Krieg. 

MvP: Die wissenschaftliche und angewandte wissenschaftliche Literatur ist voller Erkenntnisse, warum kleine Nationen und nicht-staatliche Gruppen Konflikte gegen große Staaten gewinnen, warum Nation- und Statebuilding nicht funktioniert. Afghanistan, Irak und Libyen gehören aus westlicher Perspektive zu den jüngeren Fehlschlägen bestenfalls gutgemeinter Interventionen, der Krieg gegen Drogen ist eine Tragödie.

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Vom wachsenden Unbehagen in der Bevölkerung

Wer beschließt heute die weitreichendsten Eingriffe in unsere alltäglichen persönlichen Entscheidungen? Die Exekutive. Eine Runde, ein Nicht-Gremium, in dem die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten zusammenkommt. Das Volk mit seinen Vertretern muss draußen bleiben. Tragweite und Evidenzmangel der Entscheidungen lassen ein ungutes Gefühl aufkommen – je länger die Praxis anhält umso mehr.

Wer trägt die Verantwortung für die Folgen der Politik? Bei wem kann der Bürger sich beschweren? Was kann man gegen die vermeintliche Alternativlosigkeit der Lockdown-Praxis tun? Menschen sterben, ganz allein. Menschen werden Opfer – der vermeintlich alternativlosen Umstände, gesundheitlich, wirtschaftlich-existentiell. Die Corona-Menschen werden jeden Tag gezählt, die Opfer der Corona-Politik nicht. Die Vereinzelung und Vereinsamung entzieht sich den herkömmlichen Statistiken – Gemeinschaft und sozialer Austausch sind jedoch zentral für ein erfülltes Leben. Und als soziale Wesen verbessern wir unsere Welt, kulturell, wirtschaftlich, technologisch-innovativ, politisch.

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Zitat des Tages

Freiheit zwischen Auslöschung und Verteidigung

Vor 40 Jahren gab es einen wortgewandten und bemerkenswert humorvollen amerikanischen Präsidenten – mit Format und Charakter. Ronald Reagan.

Der Republikaner gilt als einer der beliebtesten Präsidenten der USA. Seine Wiederwahl gewann er haushoch.

Reagan verteidigte die Freiheit und warb für sie.

Seine Mahnung könnte gerade heute in Deutschland nicht aktueller sein:

Freedom is never more than one generation away from extinction. We didn’t pass it to our children in the bloodstream. It must be fought for, protected, and handed on for them to do the same, or one day we will spend our sunset years telling our children and our children’s children what it was once like in the United States where men were free.

Ronald Reagan

Die Freiheit ist nie mehr als eine Generation von ihrer Auslöschung entfernt. Unsere Kinder haben sie nicht von uns in ihrem Blut. Sie muß erkämpft, geschützt und an sie weitergegeben werden, damit auch sie dasselbe tun können. Sonst werden wir eines Tages unseren Lebensabend damit verbringen, unseren Kindern und Enkeln zu erzählen, wie es einmal in den Vereinigten Staaten war, als die Menschen frei waren.”

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Corona – Lockdown – Corona zurück – Lockdown – Co…

Ein Besuch im Café Hayek lohnt sich immer. Don Boudreaux, langjähriger Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der George Mason University, ist der ungekrönte König der Leserbriefe. Seine Beharrlichkeit wird nur übertroffen von seiner spitzen Feder. Im Café Hayek kann man mediokrer Dauerbeschallung entkommen, muss sich aber libertären Perspektiven stellen.

Außer einem virtuellen Kaffee habe ich aus dem Café einige Links mitgebracht – zum Thema Corona. Also los:

1. Die asiatische Grippe (1957-58) war die zweitschlimmste Grippe nach der spanischen. Weltweit starben an der Pandemie 1 bis 4 Millionen Menschen – zu einer Zeit als die Menschheit nur halb so groß war. Die asiatische Grippe könnte ungefähr fünf mal so tödlich wie Corona gewesen sein und 40% der Tote waren unter 65 Jahre, schreibt Jeffrey Tucker.

Lockdowns wurden damals erwogen, aber abgelehnt. Warum? Lockdowns galten als zu disruptiv und schädlich für die Medizinbranche sowie als ungeeignet, sobald das Virus sich bereits ausgebreitet hatte.

=> Mehr von Jeffrey Tucker beim American Institute for Economic Research

MvP: Im Medizinstudium lernt man, dass es unmöglich ist, sich aus einer Epidemie rauszuimpfen. Nur vorbeugen ist möglich.

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Zitat des Tages

Insanity will keep you sane

This quote From “Dr. Love”, Felice Leonardo Buscaglia, bestselling author and lecturer at UCLA (1924-1998) reminds me of

Insanity is the only sane reaction to an insane society.

Thomas Stephen Szasz (1920-2012), the distinguished anti-coercive psychiatrist who spent most of his life in New York.

Sophisticated thinkers are timeless, as the following and final quote at least for today illustrates:

“Since theocracy is the rule of God or its priests, and democracy the rule of the people or of the majority, pharmacracy is therefore the rule of edicine or of doctors.

Thomas Stephen Szasz
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Wie kann die Anti-Corona-Politik weniger Schaden verursachen?

Die weltweit überwiegend praktizierte Corona/Covid-19-Politik basiert auf der (vielfach impliziten) Annahme, die Eindämmung der Infiziertenzahlen und der Infektionsrate sei die beste oder sogar alternativlose Vorgehensweise.

Dieser Ansatz beruht auf folgenden Thesen und Botschaften – cum grano salis: 

  • Corona ist eine gefährliche Pandemie.
  • Eine Reduktion der Infektionsverbreitung ist dauerhaft möglich.
  • Aktives Handeln der Staatsführung beeinflusst das Ausmaß von Corona entscheidend und verringert die durch Corona verursachten Schäden.
  • Der Schutz aller Menschen genießt oberste Priorität, weil Corona eine gefährliche Pandemie für nahezu jedermann ist, das Risiko zu erkranken für jedermann erheblich ist und das Risiko zu sterben ebenfalls.
  • Der Lockdown ist die alternativlose Methode, um Corona zu kontrollieren und Schäden zu minimieren.
  • Die Überlastung der Krankenhäuser kann nur durch Lockdowns gewährleistet werden.

Hinzu kommt zuweilen der Gedankengang, wer Corona hat, der hat sich falsch verhalten und die Gesundheitsvorschriften nicht eingehalten.

Eine andere Sichtweise stellt demgegenüber folgende Annahmen und Aufgaben in den Mittelpunkt:

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Realität

Gute Nachricht: Welthandel in gutem Zustand

Die Corona-Lockdowns verschiedener Staaten beeinträchtigen die wirtschaftliche Nachfrage global nicht. Diese Einschätzung der Reederei Maersk meldeten die Deutschen WirtschaftsNachrichten (DWN). So würden die “historisch hohen” Containerfrachtraten voraussichtlich mindestens noch einige Wochen anhalten.

“Es gibt einfach nicht genug Container auf der Welt, um die aktuelle Nachfrage zu befriedigen”,

DWN

sagte Maersk-Vorstandsmitglied Vincent Clerc.

Verschiedene quantitative Angaben illustrieren diese Aussage. Die aktuelle Lage unterscheidet sich vom Lockdown Anfang 2020, der mit einer Unterbrechung der Lieferketten und einem scharfen Einbruch des internationalen Warenverkehrs einherging.

So zeigt der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) bis einschließlich November keinen Einbruch, sondern ein Wachstum. Die Zahlen für Dezember erscheinen erst am 29. Januar.

Hintergrund: Der internationale Warenverkehr wird vor allem per Seeschiff mit Containern abgewickelt. Der Containerumschlag (Be-, Ent- oder auch Verladen von einem Transportmittel auf ein anderes) in den Häfen ist damit ein wichtiger Indikator des globalen Handels.

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Rezensionen

Unzeitgemäß

Manchmal erfüllen Bücher nicht die in sie gesteckten Erwartungen. Regelmäßig liegt das Problem beim Leser. Wilfried Röhrich erfüllt zumindest teilweise das, was er verspricht, nämlich eine Ideengeschichte, die von der Frankfurter Schule durchdrungen ist. 

In dem kleinen Band mit klarem Layout sind sieben Essays versammelt, ein sehr knapper über Machiavelli, gefolgt von Betrachtungen, die Hobbes, Rousseau, Marx und ein wenig Engels, ferner Max Weber, Robert Michels sowie Horkheimer und Adorno in der Herrschaftsperspektive gewidmet sind. 

Vielversprechend beginnt die Einleitung mit drei hier hervorgehobenen Aspekten: 

1. Interessen statt Ideen bestimmten gesellschaftliche Lösungen.

2. Die ideengeschichtlichen Betrachtungen würden Kontext bezogen statt rein geistesgeschichtlich erfolgen.

3. Gegenwartsbezogene Fragestellungen sollen die Untersuchungen leiten und damit das Zustandekommen der bürgerlichen Gesellschaft erklären.

Zudem bemerkt der langjährige Direktor des Kieler Instituts für Politische Wissenschaft „Gemeinwohl meint dann das Wohl einer bestimmten Gruppe, Schicht oder Klasse“. Wie sollte es jemals anders sein, ließe sich fragen.

Kritik der Kritischen Philosophie

An dieser Stelle ist es nicht möglich eine detaillierte Erörterung der gedankenreichen Ausführungen vorzunehmen. Stattdessen müssen einige kritische Anmerkungen zur kritischen politischen Philosophie genügen. Dazu gehört zeitlos:

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Zitat des Tages

Data are dump, analysts can be smart

“If I could sum up the message of this book in one pithy phrase, it would be that you are smarter than your data. Data do not understand causes and effects; humans do.”

Judea Pearl: The Book of Why. The New Science of Cause and Effect

MvP: That‘s an important lesson and part of the causal revolution Judea Pearl illustrates in great depth. This is especially important in an era which seems to be driven by numbers. Statements not immediately supported by statistics are far too often regarded as unsound.

However, even if data tell you that people recovered faster having taken medicine, nothing is known about the reason. In fact it remains unclear, whether or not medicine had any effect. 

To take it one step further: Artificial intelligence or better to say machine learning seems to be rather impressive but has nothing to do with intelligence. Data and machines lack a model of reality. And that is exactly what Judea Pearl wanted to show: „data are profoundly dumb.

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