Zitat des Tages

The Power of the Future

“The Power of the Future comes from having Ideas of the Future that are different”.

Peter Thiel

Peter Thiel blickt auf die Zukunft in mindestens zweifacher Weise: 1. strategisch-nüchtern: Wie wird die Zukunft wahrscheinlich werden? 2. gestaltend: Wie können und sollen Akteure eine bessere Welt als die heute schaffen?

Vor dem Hintergrund seiner Analyse der vergangenen 16 Jahre in Deutschland als kontinuierlicher Stillstand, als eine endlose Serie von Murmeltiertagen und seiner Sicht auf dysfunktionale Institutionen – Universitäten, Groß- und Megastädte, Konzerne – sind Aufbruchsideen in Deutschland gefragt. Wir tun gut daran, Gleichförmigkeit und Gleichmut über Bord zu werfen, um mit frischen Ideen das Land voranzubringen. Die alten deutschen Prinzipien des 20. Jahrhunderts reichen nicht einmal aus, um den Status quo zu halten.

Zitat des Tages

Konsequentes Freiheitsdenken für eine freie Gesellschaft

Die Zivilisation wie wir sie kennen – die liberale, freie, dynamisch prosperierende Zivilisation – kann nicht die, wie ich fürchte, wiederholten Runden pathogener Panik und der daraus resultierenden Coronaidiotie (original: Covidocracy) ähnlichen Tyrannei überleben.

Und daher werde ich fortfahren mit jeder Sehne öffentlich gegen diesen Irrsinn zu protestieren – um jede Rolle zu übernehmen, die mir möglich ist, um die Menschen zu überzeugen, ihre exzessive Angst von Corona mäßigen – um zu warnen wann immer ich kann vor en vielen Gefahren des Hygiene Sozialismus – um im Privaten meine stillen Freunde zu drängen ihr öffentliches Schweigen zu brechen.  

Don Boudreaux in seiner AIER-Kolumne

Zitat des Tages

Unerwünschtes Wissen

To some degree, banishing uncomfortable knowledge from the picture was unavoidable, Rayner argued. Faced with a world of irreducible complexity, humans must construct simplified versions of reality in order to act. But when institutions are unable to integrate uncomfortable knowledge into policy making, the consequences can be grave. This is true not just with regard to short-term policy outcomes, but also to the long-term credibility of the institutions.

Uncomfortable Knowledge – The Breakthrough Institute – Ted Nordhaus

Unbequemes, unliebsames, unerwünschtes Wissen entsteht, wenn es vorgefassten Ansichten entgegensteht.

Problematisch wird es in der Politik, deren Handeln viele Menschen betrifft.

Besonders problematisch wird es, wenn Politik respektive der Staat, dessen Zweck die Sicherung des Friedens im Auftrag der Bürger ist, nicht in der Lage sind, unliebsames Wissen zu integrieren.

Aufgabe der Politik ist es, nicht nur auf die kurzfristigen Folgen für eine Gruppe, sondern auch auf die langfristigen Folgen für alle Menschen zu schauen. Das ist das berühmte Diktum von Henry Hazlitt in Economics in one Lesson.

Zitat des Tages

Doppelplus und Einzelstern

›Plusgut‹ drückt das Gewünschte aus; oder ›doppelplusgut‹, wenn du etwas noch Stärkeres haben willst. Freilich verwenden wir diese Formen bereits, aber in der endgültigen Neusprech gibt es einfach nichts anderes.

George Orwell: 1984

Neusprech ist eine künstliche, politischen Zweckende dienende Sprache in dem dystopischen Roman “1984”. Dort soll mittels Sprachpolitik die Ideologie IngSoc (English Socialism) verankert werden. Neusprech signalisiert anders als herkömmliche Sprache stets das Ausmaß der Übereinstimmung mit der herrschenden Ideologie.

+gut und ++gut können eine Assoziation mit * auslösen: “Alex ist ein*e Künstler*in“.

Zitat des Tages

Personal development needs freedom

Each of us wants to become someone different. And it’s a good thing. It’s a natural human thing. …

And so, when it [the state] blocks, when it obstructs our freedom of action, it obstructs our ability to construct ourselves, to use our artisanal control over ourselves to become an artifactual person different than the one we are today.

Don Boudreaux

This profound insight originates from the discussion between Don Boudreaux and Russ Roberts about the great political economist James Buchanan on EconTalk.

The growing uneasiness and discomfort in view of a never ending lockdown and seemingly arbitrary restrictions on basic rights could have its roots right here: the prohibition of opportunities by the state to express oneself, to develop, to flourish as a human being.

Zitat des Tages

Freiheit zwischen Auslöschung und Verteidigung

Vor 40 Jahren gab es einen wortgewandten und bemerkenswert humorvollen amerikanischen Präsidenten – mit Format und Charakter. Ronald Reagan.

Der Republikaner gilt als einer der beliebtesten Präsidenten der USA. Seine Wiederwahl gewann er haushoch.

Reagan verteidigte die Freiheit und warb für sie.

Seine Mahnung könnte gerade heute in Deutschland nicht aktueller sein:

Freedom is never more than one generation away from extinction. We didn’t pass it to our children in the bloodstream. It must be fought for, protected, and handed on for them to do the same, or one day we will spend our sunset years telling our children and our children’s children what it was once like in the United States where men were free.

Ronald Reagan

Die Freiheit ist nie mehr als eine Generation von ihrer Auslöschung entfernt. Unsere Kinder haben sie nicht von uns in ihrem Blut. Sie muß erkämpft, geschützt und an sie weitergegeben werden, damit auch sie dasselbe tun können. Sonst werden wir eines Tages unseren Lebensabend damit verbringen, unseren Kindern und Enkeln zu erzählen, wie es einmal in den Vereinigten Staaten war, als die Menschen frei waren.”

Zitat des Tages

Insanity will keep you sane

This quote From “Dr. Love”, Felice Leonardo Buscaglia, bestselling author and lecturer at UCLA (1924-1998) reminds me of

Insanity is the only sane reaction to an insane society.

Thomas Stephen Szasz (1920-2012), the distinguished anti-coercive psychiatrist who spent most of his life in New York.

Sophisticated thinkers are timeless, as the following and final quote at least for today illustrates:

“Since theocracy is the rule of God or its priests, and democracy the rule of the people or of the majority, pharmacracy is therefore the rule of edicine or of doctors.

Thomas Stephen Szasz
Zitat des Tages

Data are dump, analysts can be smart

“If I could sum up the message of this book in one pithy phrase, it would be that you are smarter than your data. Data do not understand causes and effects; humans do.”

Judea Pearl: The Book of Why. The New Science of Cause and Effect

MvP: That‘s an important lesson and part of the causal revolution Judea Pearl illustrates in great depth. This is especially important in an era which seems to be driven by numbers. Statements not immediately supported by statistics are far too often regarded as unsound.

However, even if data tell you that people recovered faster having taken medicine, nothing is known about the reason. In fact it remains unclear, whether or not medicine had any effect. 

To take it one step further: Artificial intelligence or better to say machine learning seems to be rather impressive but has nothing to do with intelligence. Data and machines lack a model of reality. And that is exactly what Judea Pearl wanted to show: „data are profoundly dumb.

Aus Fehlern lernen

Understand before you intervene

If you want to fix something, you are first obliged to understand the whole system. Intervening is a way of causing trouble.”

Lewis Thomas (1913-1993), American physician, poet & much more.

MvP: So true! And must be applied whenever dealing with systems and emerging orders, i.e. medicine, economy, society, language – you name it.

Narrative

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die richtige Wirklichkeit ist.

Hilde Domin (1909-2006), deutsche Schriftstellerin, studierte Jura und VWL, lebte in Rom, emigrierte 1939 nach England und über Kanada in die Dominikanische Republik, kehrte 1954 nach Deutschland zurück.

MvP: Perspektivenreichtum führt zu Erkenntnisreichtum. Wir neigen zu sehr dazu, unsere Sicht, unsere Erzählung und Überzeugung auszubreiten und gegen andere zu verteidigen. Dabei spricht nichts dagegen, andere Perspektiven wahrzunehmen und ihnen etwas abzugewinnen, ohne eigene Erkenntnisse aufgeben zu müssen.