Dystopien

Dystopie ohne Ökonomie

„Das Licht der letzten Tage“ ist ein dystopischer Roman von Emily St. John Mandel, einer kanadischen Schriftstellerin (Jahrgang 1979), die in New York lebt. Die dyssynchron erzählte Geschichte (englisches Original: Station Eleven, 2014) rankt sich rund um den Bühnentod des etwas abgehalfterten Filmschauspielers Arthur und einiger mit ihm verbundener Personen. Das Narrativ ist in zwei Welten angesiedelt: Das ist einerseits die globalisierte Welt mit ihren individuellen Herausforderungen insbesondere rund um das Promi-Dasein des (früheren) Stars und andererseits der Überlebenskampf in der Apokalypse nach der Auslöschung der Menschheit durch eine Grippe-Pandemie insbesondere im Jahr 20 der neuen Zeitrechnung. Beide Welten sind durch Vor- und Rückblenden verflochten, durch die Beziehungen und Kennverhältnisse von Personen sowie durch ein Science-Fiction-Comic, ein Interview und ein Buch als Briefsammlung.