Anders denken

Was wäre wenn …

Was wäre wenn Fragen sind richtig cool. Sie weiten den Horizont enorm und machen scheinbar Undenkbares zu einer Alternative, die besser als befürchtet aussieht.

Man stelle sich vor, der Erste Weltkrieg wäre anders ausgegangen. Ein Beispiel: Die USA hätten nicht eingegriffen und an der Westfront wäre ein Unentschieden die Folge gewesen. Anschließend wäre ein Frieden ausgehandelt worden, der nicht allein von der Siegerpartei bestimmt worden wäre. Das hätte den Verlauf der Geschichte umgewälzt und Hitler wäre Postkartenmaler geblieben.

Auf andere Weise hat darüber Sebastian Haffner räsoniert, der von dem Verlauf bis Ende 1918 ausging, mangels Unterzeichnung des Versailler Vertrags indes eine Besetzung Deutschlands annahm, also eine Entwicklung wie gut 25 Jahre später nur ohne den desaströsen Zweiten Weltkrieg.

Über ungeschehene Geschichte gibt es den gleichnamigen Klassiker von Alexander Demandt, hier auf 2076.

Hier acht Kriege, die die USA nie hätten führen sollen, knapp betrachtet in National Interest.

Anders denken

MUT = Machen Und Tun

Nicht gut drauf? Orientierungslos? Antriebslos? Voll im Trott und gefühlt Volltrottel => dann auf zur Mut-Tanke. Eine Dosis FW Berle. Die rockt. Mit ihrem Buch, das im lebensprallen, bunten, eigenWILLIGEN Stil daherkommt wie Fast & Furious, wie Online gedruckt.

Ich stachele Menschen auf, sich ihr Leben auch mal groß vorzustellen.

schreibt die promovierte Freiberuflerin.

Wer Lust auf mehr hat, kann sich erkennbar smarte, zupackende Inspirationen und vor allem praktische Tun abholen, auch beim Life-Coaching. Genau darum geht es bei diesem Mut-Anstoß: MUT = Machen Und Tun. „Just do it!“ ist das sportive Äquivalent. Finoa Waltraud Berle kommt gleich zu Sache und redet nicht lange drum herum. 

  • Zweifel => werden weggewedelt.
  • Fake it till you make it => schafft positive Lebensbilder und konkrete Ziele portionieren die Veränderung.
  • Einige enthaltene Schreib- und Malübungen sind kinderleicht.

Die Kurzgeschichten über Klienten und die Märcheninterpretationen, z.B. Aschenputtel, zeigen: Ein Perspektivwechsel ist nicht schwer und das Verhalten ändern nicht kompliziert. In die Gänge kommen und Gas geben, darum geht es. Mut tanken. Und dann kann man schon mal seinen Preis als Call Girl taxieren, mit VWL Diplom. Dieses Freigeschaltet werden ist klasse. Und „Born to be wild“ ist eine zeitlose Message, mehr, ein Lebensauftrag. „Bravsein ist Schlafmittel“. Wut steht wohl verhalten für Aktivität &Vitalität. Wem tut das nicht gut? Und es täte unserer Gesellschaft gut. So gut.

Anders denken

Jede Politik enthält eine Prognose

Jede Politik enthält ein Versprechen. Mehr Sicherheit, mehr Diversität, mehr Gleichheit, weniger Klimawandel, früher auch bessere Standortbedingungen, inzwischen stets ein Bekämpfen von irgendetwas. 

Jedes politische Versprechen beruht auf einem vielfach impliziten Ursache-Wirkung-Zusammenhang, z.B. weniger CO2 => weniger Erderwärmung; weniger Bürokratie und bessere Infrastruktur => bessere Bedingungen für Unternehmen – mehr Arbeitsplätze und Produkte – mehr Wirtschaftswachstum.

Selten wird derzeit auf Politik geschaut und gefragt: Welche Prognose liegt der Politik zugrunde? Und im Anschluss daran: Ist diese Prognose gut begründet? 

Anders denken

Wie ist die Welt wirklich?

Ist die Welt so wie wir sie wahrnehmen? Ist sie so wie andere Menschen sie wahrnehmen? Können wir zuweilen einfach nicht sagen wie die Realität ist?

Manchmal wissen wir es nicht.

The Hot Hand

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Beim Basketball spricht man von einer Hot Hand, beim (Glücks)Spiel von einer Glückssträhne, wenn ein mehrfach realisiertes Ereignis die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens erhöht. Im Basketball ist das z.B. die wahrgenommene Fähigkeit, 3-Punkte-Würfe wie am Fließband zu werfen. Man spricht insgesamt Sport von einem Lauf. Im Spiel nennt man das Glückssträhne.

Ansatz: Im Sport sind Spieler zuweilen „on fire“, sie spielen auf einem ungewöhnlich hohen Niveau. Sie befinde sich „in the Zone“ und erbringen dort Höchstleistungen. Ist das real oder eine Illusion? 

Anders denken

Eine rationale Haltung trainieren

Als Mensch sind wir vieles. Vernunftbegabt. Emotionsbeladen. Begeisterungsfähig, kreativ, kontemplativ und vieles mehr.

In Diskussionen und immer, wenn wir versuchen Dingen auf den Grund zu gehen, lohnt es sich, die Dreieinigkeit anzustreben : Ruhe, Mut, Gelassenheit. Zusammen ist das eine schlagkräftige, überzeugende Mischung.

Für den Erkenntnisgewinn ist es stets hilfreich, wenn wir uns nicht von unseren ersten Assoziationen, von unseren normativen Wertsetzungen und manchen Schnellschüssen mitreissen lassen – zumindest nicht unreflektiert.

Das Hans-Albert-Institut bietet zur Rationalität eine gleichermaßen wertvolle wie einfache Hilfe. Der nachstehende Ausschnitt stammt aus der sehr empfehlenswerten Broschüre Leidenschaft zur Vernunft. Kritischer Rationalismus als Lebenshaltung (S. 28-29).

Das Training ist eine Lebensaufgabe. Es lohnt sich.

Anders denken

Die andere Intelligenz

Wir Menschen neigen dazu, in einfachen Ursache-Wirkung-Beziehungen zu denken. Wir mögen Einfachheit und Klarheit, entweder oder, die Aufteilung in Freund und Feind.

Es lohnt sich die Perspektive zu wechseln. Einfach einmal aufstehen und schauen, aufstehen und sich woanders hinsetzen. Ein Problem aus einer anderen, ungewohnten Perspektive, mit einer unliebsamen Theorie oder Wertehaltung betrachten, ist eine spannende Erfahrung – geradezu erhellend.

Bereits vor mehr als einem Dutzend Jahren hat Bernhard von Mutius dem alten Denken die Alternative der neuen Denkansätze gegenübergestellt.

Narrative

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die richtige Wirklichkeit ist.

Hilde Domin (1909-2006), deutsche Schriftstellerin, studierte Jura und VWL, lebte in Rom, emigrierte 1939 nach England und über Kanada in die Dominikanische Republik, kehrte 1954 nach Deutschland zurück.

MvP: Perspektivenreichtum führt zu Erkenntnisreichtum. Wir neigen zu sehr dazu, unsere Sicht, unsere Erzählung und Überzeugung auszubreiten und gegen andere zu verteidigen. Dabei spricht nichts dagegen, andere Perspektiven wahrzunehmen und ihnen etwas abzugewinnen, ohne eigene Erkenntnisse aufgeben zu müssen.