Prognosen

Supercomputer flopt – erwartungsgemäß

Die Sehnsucht nach zutreffenden Prognosen ist groß. Schon in der Antike orakelte es, nicht nur in Delphi, einer exzellenten Informationsbörse ohne Glaskugel.

Nützlich sind Vorhersagen in vielen Bereichen. Ein Beispiel ist das Wetter. Zugleich weisen die ständigen Wechsel der Vorhersagen, sobald diese drei Tage überschreiten, auf die Grenzen der Vorhersage von komplexen Systemen hin. Nur gut, dass beim Klima die Entwicklung sonnenklar ist.

Nachdem bei Schach und AlphaGo Computer Menschen schlagen konnten, schien das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz angebrochen zu sein. Längst werden indes die Grenzen der optimistischen Annahmen über das Lernen von Maschinen deutlich. Ein Beispiel ist der Sport.

Ein Super Computer hat den Ausgang der Fußball Europameisterschaft vorhergesagt. Die menschlichen Betreiber rühmten die 20 Jahre umfassende Datenbank und die vielen Rechenläufe.

“We’ve tapped into the breadth of our technical capabilities to simulate the tournament, processing millions of data points from the last 20 years in order to identify the winning team.

Auch korrekt vorhergesagte Ergebnisse wurden in einer Zwischenbilanz in den Vordergrund gestellt. Auffällig war die kurze Liste wegen der Aufteilung von wenigen korrekt prognostizierten Ergebnissen und einigen zutreffenden Spielausgängen ohne korrekte Tore.

Insgesamt kann man von einem totalen Flop sprechen. Ein Flop mit Ansage. Schon die Gruppenphase lief nicht gut für den Super Computer, mit dem Achtefinale wurde es noch schlechter, die konkrete Spielvorhersage Dänemark – England war ein Desaster.