Aus Fehlern lernen

Wer koordiniert besser: der Staat oder der Markt?

Die Frage ist mindestens so alt wie der Sozialismus und der Etatismus. Wer koordiniert besser: der Staat mit seinen Bürokraten oder der Markt mit Unternehmern und Konsumenten?

Die Bilanz ist eindeutig und die Antwort simpel: Kommando- und Kontrollstrukturen haben keine Chance gegen die dezentrale Koordination des Marktes bei der Allokation knapper Ressourcen.

Das Koordinationsproblem löst der Markt mit seinen Institutionen: Preise, Privateigentum, Profit und Verlust und daraus resultierenden Anreizen, Informationen und Innovationen.

Diese Tatsache wirft eine weitreichende Frage auf: Warum erfolgt die Produktion der Impfstoffe durch Unternehmen, deren Verteilung an die Bevölkerung aber nach staatlicher Anordnung?

Bessere Welt

So funktioniert Innovation

Innovation sind das wichtigste Phänomen der modernen Welt. Davon ist Matt Ridley überzeugt. Der britische Journalist und Sachbuchautor, Unternehmer und Adeliger (Viscount), hat ein lehrreiches Buch über Innovationen geschrieben. Eine zentrale Botschaft lautet, dass Innovationen eines mehr alles andere benötigen: Freiheit. Freiheit zum Austausch, zum Experimentieren, Freiheit zum Vorstellen, Investieren und Scheitern, Freiheit von Restriktionen und von (vorschnellen) Konsumenten.

Innovationen entstehen sobald Menschen frei denken können, experimentieren und spekulieren und wenn sie mit einander handeln können. Innovationen entstehen dort wo Menschen relativ wohlhabend sind und nicht verzweifelt. Innovationen entstehen überwiegend in Städten und benötigen Investitionen. Zudem gilt:

  • Innovationen sind der wichtigste Wohlstandstreiber und 
  • Innovationen verändern unser Leben vor allem dadurch, dass sie uns Menschen in die Lage versetzen, für einander zu arbeiten. 
  • Innovation ist meistens ein gradueller Prozess und
  • Innovationen sind sehr unbeliebt.  

Innovationen entstehen in einem Prozess der kontinuierlichen, sukzessiven Entdeckung von Wegen wie die Welt neu geordnet werden kann – sie ähneln damit der Evolution.

Matt Ridley macht deutlich, dass Innovation ein gradueller Prozess ist, an dem viele Menschen beteiligt sind und der durch Versuch und Irrtum gekennzeichnet ist. Wenn die erforderlichen Voraussetzungen vorhanden sind, z.B. Elektrizität, geeignete Drähte und passendes Glas etc., dann findet eine Innovation wie die Glühbirne häufig fast zur selben Zeit an verschiedenen Orten statt.

Erinnernswert ist die Unterscheidung zwischen Invention als Erfindung und Innovation als Nutzbarmachen von Neuem. Zugleich gilt, Innovationen sind überwiegend Rekombinationen vorhandener Technologien, Erkenntnisse und Verfahren.